micro_millionsDer Status von Online-Glücksspielen wie Poker ist in Deutschland weiterhin umstritten. Das zeigt der Fall des Poker-Spielers „RuiDeck“. Der in Deutschland lebende Italiener wurde vor ein paar Wochen beim PokerStars MicroMillions 10 Main Event Dritter und gewann ein Preisgeld von $59.480,98. Kurz später kündigte er seinen Job als Kellner und wollte sich mit seinem Gewinn erstmal eine Auszeit in seiner Heimat gönnen. Doch dabei hatte er nicht mit seiner Bank gerechnet.

Die umgerechnet €44.000 kamen zwar auf seinem Konto der UniCredit Bank an, doch mit dem Abheben des Geldes begannen dann die Probleme. Nachdem er über eine Woche nicht an sein Geld kam, obwohl es schon auf seinem Konto war, teilte ihm die Bank mit, dass Online Poker-Gewinne in Sachsen illegal wären und man die Daten an das Finanzamt weitergeleitet habe. PokerStars.eu wollte helfen und stellte „RuiDeck“ einen Brief aus, welcher die Legitimität der Gewinne bestätigt. Doch die Bank blieb stur. Der Fall erinnert an den Malermeister aus München, der vor einigen Monaten Gewinne von rund €80.000 in einem Online-Casino von einem Gericht wieder aberkannt bekommen hatte. Was aus „RuiDeck“ wird, ist auch noch unklar. Der Flug nach Italien ist gebucht, der Job ist gekündigt, doch das Geld bleibt vorerst auf dem Konto. Nun wird sich wohl das Finanzamt einschalten.